Smalltalk
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Einer der Punkte, die ich über die letzten Monate am Arbeiten im Home-Office so enorm zu schätzen gelernt habe, ist die Abwesenheit von erzwungenem Smalltalk.
Im Schnitt bin ich zwei Tage pro Woche im Büro und arbeite drei Tage von zu Hause aus. Dort kann ich mir meine Zeit nicht nur wesentlich freier einteilen, der erzwungene Smalltalk fällt auch komplett weg. Kollegen kommen ins Büro und erwähnen nebenbei das Wetter, allgemeine Begebenheiten, sonst was. Die haben aber auch gerade etwas zu tun, fühlen sich nur irgendwie verpflichtet, belanglose Floskeln loszuwerden.
Gestern hatte ich wieder einen Bürotag, und diese Smalltalk-Sache ist mir im Schnitt so alle 45 Minuten aufgefallen. Es gibt vier bis fünf Kollegen, die regelmäßig an meinem Schreibtisch vorbeimüssen. Und immer fallen Sätze wie:
- »Na, Franz, alles klar?«
- »Und, wie läuft's?«
- »Gar nicht so warm draußen.«
- »Ich habe Hunger.«
- »Wird Zeit für Feierabend.«
- »Hab ich letzte Nacht schlecht geschlafen!«
Ich hab ja gar nichts gegen eine Unterhaltung, aber das sind wirklich immer so Belanglosigkeiten, selbst wenn ich kurz darauf eingehe, folgt nichts. Mein Gegenüber hat ja auch was zu tun.