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Was zum F...

Technik, die nicht zu Ende gedacht ist.

Veröffentlicht am 2 Minuten

WZF Technik Auto Service Restreichweite

Ich bin ja ein Freund von kleinen technischen Spielereien, die eigentlich gar nicht nötig wären. Ich freue mich über so Sachen wie den Timer meiner Kaffeemaschine - auch wenn ich morgens die Taste für die erste Kanne auch selbst drücken könnte. Vorbereiten muss ich den Wachmacher ja trotzdem am Vorabend.

Anderes Beispiel: Wasserkocher mit Temperatur-Vorwahl. Ich könnte mit meinem Wasserkocher nicht nur kaltes in kochendes Wasser verwandeln, ich könnte auch Wasser auf 40 °C, 60 °C, 70 °C und 80 °C erwärmen. Bisher habe ich diese Funktion noch nie benötigt, vielleicht habe ich ja mal einen Anwendungsfall. Ich bin mir auch nicht sicher, wie exakt die Temperatur-Vorwahl funktioniert, also wie viel Grad Abweichung hier vorkommen.

Und das bringt mich zu meinem nächsten Punkt, worüber ich mich jedoch nicht freue. Mein Auto zeigt mir unter anderem an, wann der nächste Service fällig ist. Also die Restreichweite zum nächsten Inspektionstermin, sozusagen. Es gibt dazu zwar eine Empfehlung des Herstellers (ich glaube, spätestens nach 20.000 Kilometern), zusätzlich erinnert einen der Wagen aber auch daran, wenn der nächste Service weniger als 1.000 gefahrene Kilometer entfernt ist. Klingt nach einer guten Sache, wenn es denn funktionieren würde! Der Countdown bis zum Erreichen dieser 1.000er-Grenze funktioniert gut, sobald ich den Wagen jedoch abstelle und neu starte, beginnt der Countdown wieder bei 1.000 verbleibenden Kilometern zum Service… Solange ich also nicht mehr als 1.000 Kilometer fahre, ohne den Motor abzustellen, bin ich immer weniger als 1.000 Kilometer vom nächsten Service entfernt, erreiche die Fälligkeit jedoch nie. WZF?

(Ich muss dann bei Gelegenheit mal testen, um wie viel Grad die Wassertemperatur bei Nutzung der Vorwahl-Funktion meines Wasserkochers vom Soll-Wert abweicht. Eventuell ist diese Funktion ja auch ein Fall für »Technik, die nicht zu Ende gedacht ist«.)