Was zum F...

»Preisänderungsvorschlag«

Gestern erreichte mich diese E-Mail von Tidal:

Wir möchten den Preis für dein Tidal-Abo ändern

Hallo,

mit Tidal hast du dich nicht nur für einen Musikdienst entschieden. Du unterstützt auch die Künstlerinnen und Künstler hinter der Musik. Damit wir diese Mission weiterverfolgen und dir weiterhin das Hörerlebnis bieten können, das du von Tidal erwartest, passen wir unseren Preis an.

Wir schlagen vor, den monatlichen Preis für dein Tidal Family-Abo auf 21,99 € zu ändern, gültig ab deinem ersten Abrechnungstermin am oder nach dem 19. November 2026. Dafür benötigen wir deine Zustimmung. Bis dahin zahlst du weiterhin deinen bisherigen Preis.

Das ist eine Preissteigerung von knapp 30 Prozent. Das Family-Abo nutzen meine Frau und ich zu zweit. Ob ich bereit bin, diese Preiserhöhung mitzugehen, weiß ich noch nicht. Wobei, es ist ja erstmal nur ein »Preisvorschlag«. Klingt so, als könne ich den ablehnen und dann nutze ich das Abo eben zum alten Preis weiter. Das wäre mein Vorschlag. Aber nein, halt, da steht ja noch mehr:

Wichtig

Melde dich auf account.tidal.com an und stimme dem neuen Preis zu. Wenn du nicht zustimmst oder den neuen Preis ablehnst, müssen wir dein Abo leider kündigen.

... und:

Dein Recht auf Kündigung

Wenn du dein Abo nicht zum neuen Preis fortsetzen möchtest, kannst du es jederzeit kündigen, bevor der neue Preis gilt. Der neue Preis wird dir dann nicht berechnet. Wenn du nichts unternimmst, endet dein Abo an deinem ersten Abrechnungstermin am oder nach dem 19. November 2026.

Oh, dann ist der Vorschlag gar kein Vorschlag, über den man mal nachdenken könnte und falls einem das zu viel ist, einfach mal einen Gegenvorschlag machen könnte. Oder ablehnen und fortan den bisherigen Preis weiterbezahlen. Nein, das ist einfach eine frech formulierte Preiserhöhung. Und die E-Mail kam ziemlich genau an meinem Abrechnungstermin, stimme ich nicht zu, bin ich also ab 20. November 2026 kein Kunde mehr von Tidal.

Die Art und Weise, eine Preiserhöhung anzukündigen, finde ich nicht in Ordnung. Das kommt falsch rüber und macht Tidal in meinen Augen enorm unsympathisch. Die Alternative wäre Spotify - von dort habe ich allerdings zu Tidal gewechselt, als der Preis für das Family-Abo auf 21,99 € erhöht wurde. Eben genau den Preis, den Tidal mir nun ebenfalls »vorschlägt« …


Nachtrag: Ich sehe gerade, dass Markus ebenfalls über die frech formulierte E-Mail geschrieben hat und die Formulierung ebenfalls eher unpassend fand.

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